Neujahrstreffen des GVV Burgenland unter dem Motto „Herausforderungen begegnen.Chancen nutzen“

Neudörfl, 23. 1. 2026

Politische Gestaltungsspielräume nutzen – auch wenn das Geld in den Gemeindekassen immer knapper wird.

Zu einem Neujahrstreffen lud der GVV Burgenland seine kommunalen Funktionäre und Funktionärinnen nach Neudörfl im Nordburgenland. Etwa 120 Personen folgten dem Ruf des Verbandes in den Martinihof. Darunter auch die Regierungsmitglieder Leonhard Schneemann und Daniela Winkler, Landtagspräsidentin Astrid Eisenkopf, Klubobmann Roland Fürst und LH a.D. Hans Niessl. Aber auch Gäste aus den befreundeten Verbänden wie GVV NÖ Präsident Andreas Kollross und Städtebund Generalsekretär Thomas Weninger konnte GVV-Präsident Erich Trummer begrüßen.

Im Rahmen des Neujahrsempfangs, der unter dem Motto „Herausforderungen begegnen. Chancen nutzen.“ stand, gab es eine Talkrunde mit den Gemeinden Mattersburg und Rudersdorf sowie dem Leiter der Gemeindeabteilung des Landes, Mag. Bernhard Ozlsberger. Beide Gemeinden, eine davon Bezirksvorort im Norden, die andere, eine mittelgroße Gemeinde im Landessüden. Dabei wurde praxisnahe geschildert, wie in den beiden Kommunen konsolidiert wird und welche Auswirkungen dies auf die Gemeinde selbst und die Bevölkerung hat. Der Leiter der Gemeindeabteilung, Bernhard Ozlsberger, konnte dabei auch die Gesamtsituation burgenlandweit beleuchten und die Hilfestellungen seitens des Landes nochmals präsentieren.

GVV-Präsident Erich Trummer verwies in seinem Begrüßungs-Statement auf eine ganz neue Studie des KDZ (Zentrum für Verwaltungsforschung) die einmal mehr die Schieflage bei den Finanzen darlegte. Zum einen die stark steigenden Kosten für die Gemeinden, vor allem im Bereich Soziales, Gesundheit, Energie sowie der allgemeinen Teurerung, gepaart mit sinkenden oder bestenfalls stagnierenden Einnahmen.

Gemeindereferent LR Leonhard Schneemann, der LH Doskozil vertrat, betonte in seinen Grußworten nochmals, dass das Land keine Gemeinde im Stich lassen wird und verwies auf die zahlreichen Initiativen und Instrumente des Landes, um den Gemeinden finanziell unter die Arme zu greifen.

Als Impulsreferentin war die Bürgermeisterin von Schwechat, Karin Baier, geladen. Sie vermittelte, auch anhand ihrer eigenen Stadt, die einen langen Konsolidierungsprozess hinter sich hat, wichtige Tools und Ansätze, um trotz der Krise und den knappen finanziellen Mitteln, politisch weiter gestalten zu können.

GVV-Präsident Trummer, der auch Vizepräsident des Österreichischen Gemeindebundes ist: „Wir verfolgen hier als Interessensvertreter eine 3fach Strategie: 1) Mehr Einnahmen bundesseitig durch eine Erhöhung des Anteils der Gemeinden am FAG Kuchen auf 15% statt knapp 12% sowie endlich die Reform der Grundsteuer, die eine eigene Einnahmequelle der Städte und Gemeinden ist. Hier schlummert sehr viel Geld 2) im Land selbst mit Deregulierung und Entbürokratisierung sowie Maßnahmen zur Kostendämpfung der Umlagezahlungen sowie 3) dem Motto des Neujahrstreffens entsprechend,die Gemeinden aktiv dabei zu unterstützen, in finanziell schwierigen Zeiten mit kreativen Lösungen und Kooperationen politisch die bestmöglichen Ergebnisse für ihre Gemeinden und die Bevölkerung zu finden!“

Das Neujahrstreffen des GVV Burgenland ist ein neues Format, dass in dieser Form 2026 zum ersten Mal stattfand und nach Möglichkeit weitergeführt werden soll.

 

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